03.12. Immer mehr Bundesbürger haben eine Krankenversicherung
Die Hochschule Fulda und die Universität Duisburg haben eine Studie durchgeführt, die zeigt, dass die Gesundheitsreform erste Früchte trägt. So gab die Studie, die von der Hans-Böckler-Stiftung vorgestellt wurde, das Ergebnis her, dass es seit April 2007 immer weniger Bundesbürger ohne Krankenversicherung gibt.
120.000 Menschen haben seither Krankenversicherungen in Deutschland abgeschlossen. Waren die Zahlen zu Beginn 2007 noch erschreckend – 211.000 Menschen ohne Krankenversicherung – so konnte diese Anzahl mehr als halbiert werden. Schrittweise trat die Gesundheitsreform zum 1. April und zum 1. Juli 2007 inkraft. Seither besteht Versicherungspflicht für alle Bundesbürger, die der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind; also all jenen, die die Bedingungen für die private Krankenversicherung nicht erfüllen, wie Angestellte und Arbeiter, die die Einkommensgrenze von 48.150 Euro Jahresbrutto nicht verdienen.
Durch den Gesundheitsfonds wird es ab 2009 auch die Möglichkeit geben, ohne diese Einkommensgrenze in die PKV einzutreten – im Basistarif, der der gesetzlichen Krankenversicherung sehr ähnlich ist. Weiterhin ist die Versicherungspflicht ab kommendes Jahr auch für all jene Menschen bindend, die sich in der privaten Krankenversicherung versichern könnten. Das bedeutet, dass sämtliche Bundesbürger ab 2009 der Versicherungspflicht für die Krankenversicherung unterliegen. Obwohl durch die Gesundheitsreform die Anzahl der nichtversicherten Bundesbürger abgenommen hat, soll diese Erweiterung der Auflagen dafür sorgen, dass die Zahlen der Nichtversicherten nicht wieder ansteigt, so die Begründung der Bundesregierung.
Verbesserungswürdig seien trotz der guten Ansätze noch immer einige Punkte; beispielsweise wird als Hürde genannt, dass die PKV zu hohe Bedingungen für eine Versicherung ansetzt. Allerdings gibt sich dies mit dem kommenden Jahr nun auch.






