15.05. Sind Sparanlagen noch sicher?
Die Finanzkrise macht auch viele Anleger unsicher. Besonders die Kleinanleger sind betroffen und stellen sich die Frage, ob denn das Sparguthaben auf der Bank überhaupt noch sicher sei.
Doch hier kann man getrost Entwarnung geben. Denn seit 1998 sind alle Kreditinstitute und Banken der EU Mitglied bei der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung. Das heißt, alle Mitglieder zahlen in einen großen, gemeinsamen Fonds ein. Aus diesem werden dann die Anlagen der Kunden bis zu einer Höhe von 20.000 Euro bezahlt, sollte tatsächlich einmal eine Bank wirtschaftliche Probleme bekommen.
Zudem sind die Privatbanken im Einlagensicherungsfonds organisiert, der ebenfalls für die Absicherung der Kundengelder dient. Dabei werden alle Sparanlagen durch diesen Fonds abgesichert, wie etwa Sparbriefe, Sparbücher, Termingelder usw. Die einzige Ausnahme bilden Inhaberschuldverschreibungen, mit denen die Banken Verbindlichkeiten bei den Anlegern aufnehmen.
Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hingegen sind über eigene Einrichtungen gegen wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten abgesichert. Zudem stehen die Sparkassen gegenseitig füreinander ein. Das heißt, sollte eine Sparkasse wirklich einmal zahlungsunfähig werden, so stehen 440 andere Sparkassen für die Spareinlagen der Kunden ein.
Gelder auf Sparkonten sind in Deutschland also nach wie vor bestens abgesichert. Hier muss sich kein Anleger Gedanken um sein Geld machen, bekommt er doch mindestens die 20.000 Euro wieder und die meisten Kleinanleger erreichen diesen Sparbetrag ohnehin nicht.
Wenn Banken nun also Gelder benötigen, so bieten sie deshalb besonders hohe Zinsen und günstige Konditionen für Tagesgelder und andere Geldanlagen an. Davon wiederum kann der Kunde profitieren und sein Geld so sicher und dennoch gut verzinst anlegen. Die amerikanischen Vorbilder braucht man sich hierzulande also beileibe nicht zu Herzen nehmen, sondern kann getrost auch weiterhin bei der Bank seines Vertrauens sparen.






