22.10. Große Ähnlichkeit bei Versicherungen
Das Beratungsunternehmen 67rockwell hat eine Studie über Versicherungen erstellt und ausgewertet. Das Ergebnis: Das Angebot auf dem deutschen Versicherungsmarkt ähnelt sich zu sehr. Das bewirkt bei den Verbrauchern Verwirrung: Produkte und Markennamen der Versicherungen könnten kaum mehr voneinander unterschieden werden. Die in der Studie genannten Marken wurden teilweise sogar gar nicht als Versicherungsprodukt erkannt, sondern ganz anderen Branchen zugeordnet. “Der Wiedererkennungswert und eine eindeutige Positionierung im Versicherungsmarkt” fehle den Verbrauchern laut Dr. Stephan Paprottka, dem Partner und Geschäftsführer von 67rockwell. Das bedeutet, dass Versicherungen an Attraktivität verlieren würden, weil sie sich nicht eindeutig positionieren könnten. Eine Versicherung habe kein Profil, meint Paprottka, das wiederum habe negative Folgen auf die Kaufentscheidung der Verbraucher.
Eine Versicherung wird durch seine klassische Werbung “zu wenig greifbar”. Eindeutigkeit und unterscheidbare Marken seien von hoher Bedeutung; das könne einzig und allein, so zeigt die Studie, das Unternehmen Cosmos Direkt. Diese Marke sei von den Befragten eindeutig wahrgenommen worden und man verbinde die Versicherung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Studie hatte einen größeren Umfang als manch andere, die sich repräsentativ schimpft; es nahmen immerhin 5.000 Personen teil, die über die Produkte von 23 Versicherungsunternehmen befragt wurden. Geradezu erschreckend, der Gedanke, dass einige der Befragten die Produkte sogar anderen Branchen zuordnen würden.
In der Regel arbeiten Versicherungsunternehmen mit namhaften Marketing-Agenturen zusammen oder stellen eine hauseigene, starke Marketing-Abteilung, die eigentlich dafür zuständig sein sollte, Alleinstellungsmerkmale rauszuarbeiten, um diese dann dem Verbraucher zugänglich zu machen – der Studie zufolge gelingt das eindeutig nicht.






